Stadtführung in Warschau

Foto: Klaas Anders

Stadtführung in Warschau

Nach der ersten Nacht im Hostel ging es um 9.30 Uhr mit der Stadtführung los. Unsere Stadtführerin war eine Polin, die uns auf Englisch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Warschau zeigte und erklärte. Sie freute sich über unsere Fragen, die sie gut zu beantworten wusste. Weiterlesen „Stadtführung in Warschau“

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Exkursion nach Warschau

Foto: Klaas Anders

Studieren bildet – wer wollte das bezweifeln! Auf Gemälden und auf Briefmarken finden wir die Bilder von Gelehrten in ihren Studierstübchen, bebrillt sich über Papiere beugend, im Hintergrund unzählige Bücher. Irgendjemand von ihnen mag das Wort Exkursion wenn nicht erfunden, so doch in Umlauf gebracht haben. Ex-kurs-ion. Bedeutet ex nicht „hinaus“? Etwa in dem Sinne: hinaus aus dem Geschichtskurs im Osteuropagebäude am Dienstagnachmittag? Hinaus zum Bahnhof, Kurs aufnehmen nach Warschau? Das muss wohl eine der Wortbedeutungen sein – zumindest war sie das für uns. Und so trug uns der Zug einen Tag lang von Bremen über Hamburg und Berlin nach Warschau. Von den Hauptbahnhöfen bis nach Centralna. Die überheizten Abteile dienten der Akklimatisierung – in Warschau schläft man im Hostel im Januar lieber bei weit geöffneten Fenstern, um keinen Hitzschlag zu bekommen, nicht gewusst? Weiterlesen „Exkursion nach Warschau“

Besuch der Gedenkstätte Treblinka

Foto: Varvara Chivenova

Am vorletzten Tag unserer Warschau-Exkursion bestand die Möglichkeit, die Gedenkstätte des ehemaligen deutschen Vernichtungslagers Treblinka zu besichtigen. Die meisten Exkursionsteilnehmer nahmen dies wahr. Morgens um 07.40 fuhren wir vom Bahnhof Warszawa Centralna nach Małkinia Górna. Von dem dortigen Bahnhof wurden wir vom wohl rasantesten Taxifahrer der Welt im Rekordtempo über gesperrte Straßen und Abkürzungen nach Treblinka gefahren. Ganz umsonst bekamen wir nebenbei noch eine kurze Einführung in die małkinische Lokal- und Verkehrspolitik. Weiterlesen „Besuch der Gedenkstätte Treblinka“

Die andere Seite der Weichsel: Praga

Foto: Klaas Anders

Im Rahmen der Exkursion verbrachten einige Teilnehmer*innen einen selbstorganisierten Tag in Warschauer Stadtteil Praga. Der Warschauer Stadtteil Praga liegt auf der östlichen Seite der Weichsel. Er gliedert sich in Praga-Północ (Praga-Nord) und Praga-Południe (Praga-Süd). Praga entstand im Zuge der Ausdehnung Warschaus im 16. Jahrhundert. Zu diesem Zeitpunkt löste Warschau das im Süden Polens liegende Krakau als Hauptstadt Polens ab. Warschau wuchs schnell und breitete sich immer weiter auch auf der östlichen Seite der Weichsel aus. Eins der zentralen Ereignisse in der Geschichte des „östlichen Ufers“ war die „Schlacht von Praga“ vom 4. November 1794. Sie markierte das Ende des Kościuszko-Aufstands. Der Aufstand war der Versuch polnischer Nationalist*innen, eine weitere Teilung des Landes zu verhindern. Die Schlacht vom November 1794 endete mit einer Niederlage und es kam schließlich zur dritten Teilung Polens. Weiterlesen „Die andere Seite der Weichsel: Praga“

Das Warschauer Ghetto

Foto: Varvara Chivenova

Die Führung durch das Gelände des ehemaligen Ghettos

Im Anschluss an die Einführung in die Geschichte des Jüdischen Historischen Instituts und der Besichtigung der aktuellen Ausstellung trafen wir uns im Foyer mit einer Mitarbeiterin des Instituts und brachen zu einer Führung durch das Gelände des ehemaligen Ghettos in Warschau auf. Zunächst suchten wir einen Hinterhof auf, der für die Bebauung des Ghettos typisch war, und bekamen dort ein Bild davon vermittelt, wie dicht besiedelt des Ghetto war und wie schwierig es gewesen sein muss, sich Kontrollinstanzen zu entziehen, da dem Pförtner zum Hinterhof, den alle Bewohner passieren mussten, um in ihre Wohnungen zu gelangen, die Bewohner des Hauses bekannt waren. Weiterlesen „Das Warschauer Ghetto“

Abendgestaltung: Pawilony

Foto: Felix Wnuck

Auf einer Exkursion gibt es zwei wesentliche Bausteine, die den Ablauf dieser Reise bestimmen und auch für ihren Erfolg verantwortlich sind. Der eine Stein bildet das Fundament des Wissenserwerbs: Stadtführungen, Museumsbesuche und – im speziellen Fall der Geschichtswissenschaft – der Besuch von Denkmälern und Gedenkstätten sind häufig der Grund für eine Exkursion fernab des Seminartisches. Nicht minder wichtig ist die Funktion des zweiten Bausteins, der Abendgestaltung im Auge der Lokalitäten- und Kneipenszene. Weiterlesen „Abendgestaltung: Pawilony“

Polen entdecken: Warschau

Foto: Klaas Anders

Es gibt ein Land jenseits der Oder. Östlich von Deutschland hört Europa nicht auf – weder geographisch noch kulturell, nur auf der politischen Ebene bin ich mir angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht sicher. Das waren wohl, überspitzt gesagt, die größten Erkenntnisse unserer Exkursion. Den Namen des Landes – Polen – hat man bestimmt schon einmal gehört. Doch Urlaub dort gemacht oder dort verweilt hatten bisher nur wenige aus unserer Gruppe – obwohl Polen ein direkter Nachbar Deutschlands ist. Warum eigentlich? Denn eigentlich fahren Deutsche, gerade die jüngere Generation, doch gern in ihre Nachbarländer, wie Frankreich, Schweiz, die Niederlande usw. Weiterlesen „Polen entdecken: Warschau“

Besuch im Museum der Geschichte der polnischen Juden

Foto: Klaas Anders

Am Ende des offiziellen Programmteils stand am Abend des vorletzten Tages der Exkursion noch ein Besuch im Museum der Geschichte der polnischen Juden auf dem Programm. Auch wenn sich bei einem Großteil der Reisenden aufgrund des doch recht laufintensiven Vor- und Nachmittagsprogramms schon eine gewisse Müdigkeit eingestellt hatte, war der Besuch im Museum der Geschichte der polnischen Juden oder Polin (so das hebräische und das jiddische Wort für „Polen“) wohl ziemlich genau das, was man einen „krönenden Abschluss der Exkursion“ nennen würde. Weiterlesen „Besuch im Museum der Geschichte der polnischen Juden“